WOW! Ein gelungener Patientenfall

diesmal von Pascal Holthaus, Labor Sinnott GmbH, Osnabrück

Die Oral-Aufnahme dokumentiert die Ist-Situation. Gut zu erkennen sind die großflächigen Kompositfüllungen im vestibulären Bereich und die durch Abrasionen stark ausgedünnte Inzisalkante

Wenn alle Parameter der geplanten Versorgung berücksichtigt und in der definitiven Versorgung umgesetzt wurden, wird man in den Abschlussfotos mit natürlich wirkenden Restaurationen belohnt

 

Von Drei auf Drei:
Wie man die Reproduzierbarkeit einer
zahntechnisch geplanten Arbeit sichert

Herausforderung & Lösungsansatz

Über das Thema „zielgerichtete prothetische Planung und Umsetzung“ wird viel geredet und geschrieben, doch die Wenigsten tun es konsequent. Dass hierzu keine aufwendigen digitalen Hilfsmittel, sondern nur gängige analoge nötig sind, zeigte Ztm. Pascal Holthaus aus dem Dentallabor Sinnott anhand einer Falldokumentation, die im „dental dialogue“ Ausgabe 1/13 veröffentlicht wurde, und die Basis des hier gezeigten Patientenfalles ist. Darin analysiert er einen Patientenfall und stellt dar, wie man Planungsdaten reproduzierbar in den definitiven Zahnersatz überführen kann. Ein wichtiger Ansatz hierbei ist die Prothetik-Analyse. Anhand gesammelter Daten, wie Arbeitsmodelle und Fotostatus, wird ein Wax-up erarbeitet. Dieses bildet das Fundament und liefert wertvolle Informationen, auf die man im Verlauf des Herstellungsprozess stetig zurückgreifen kann. Auch das Mock-up sowie das persönliche Gespräch mit dem Patient sind unverzichtbar für die Reproduzierbarkeit einer Restauration. Unser Fazit: Backward-Planning lohnt sich in jedem Fall. Es dient nicht nur der Befriedigung zahntechnischer und zahnmedizinischer Ansprüche, sondern bringt dem Patienten echte Vorteile im Hinblick auf Funktion, Ästhetik, Langlebigkeit und Reproduzierbarkeit.

Ausgangssituation im OK: 13, 12, 22 und 23 als Zapfenzähne. Im Unterkiefer waren 33 und 43 als Zapfenzähne angelegt.

In das Wax-up sollten Merkmale einfließen, die man aus der Gesichtsform, dem Alter des Patienten, dem Zustand der Insisalkanten und der Form der unteren Inzisiven ableiten kann.

Die Nahaufnahme des Mock-ups zeigt, dass sich die neue Zahnform gut in das orale Umfeld einfügt. Später wurden lediglich die mittleren Inzisiven etwas dominanter gestaltet

Die Duplikatstümpfe aus feuerfester Stumpfmasse können im Gipsmodell exakt reponiert werden

Vor dem Schichten werden die feuerfesten Stümpfe gewässert

Die Marmelonstruktur wurde in einem Extrabrand entsprechend den Inzisalkanten-Impressionen des Silikonschlüssels geschichtet

Ob die Proportionen der Zähne zueinander stimmen und ob die Makrostruktur korrekt platziert wurde, wird unter Zuhilfenahme von Bleistift, Schieblehre und Stechzirkel nachvollzogen

Noch wichtiger als ein ästhetisches Ergebnis: Ein mehr als zufriedener Patient

Pascal Holthaus

Elvira Sinnott

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